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Die letzte Aktualisierung erfolgte am 22.10.2014

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Symptome, Ursachen, Diagnostik und Therapieoptionen
   
Am Samstag den 12. September 2015 wird von 9:00 - 17:00 in Hattingen/Ruhr im LWL Industriemuseum das 8. Symposium-Lunge stattfinden. Alle weiteren Informationen zu unserem Jahreskongress entnehmen Sie bitte den Kongresswebseiten auf unserer Homepage
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Nach dem Symposium ist vor dem Symposium

COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankungen) mit und ohne Lungenemphysem: Symptome, Ursachen, Diagnostik und Therapieoptionen


Atmen heißt Leben.

Ohne zu atmen kann ein Mensch nur ein paar Minuten lang überleben. Mit sehr eingeschränkter bzw. gestörter Atmung kann das Leben zu einer großen Belastung werden.

Asthma und COPD sind zwei völlig verschiedene Erkrankungen. Sie unterscheiden sich in Ursachen, Verlauf und Prognose. Diese obstruktiven Erkrankungen von Lunge und Atemwegen erfordern trotz ähnlicher Symptome (Luftnot!) unterschiedliche Therapien. Die Differenzialdiagnose ist daher außerordentlich wichtig. Da es sich um häufig vorkommende Erkrankungen mit immer größerer sozioökonomischer Bedeutung -also echte Volkskrankheiten- handelt, stehen im Internet nationale Versorgungsleitlinien für Asthma und COPD zur Verfügung.

Die COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) bezeichnet als Sammelbegriff eine Gruppe von Krankheiten der Lunge, die durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot (AHA) anfänglich nur bei Belastung im fortgeschrittenen Stadium auch im Ruhezustand gekennzeichnet sind. Die Erkrankungen sind irreversibel als nicht rückführbar.

Schätzungen gehen davon aus, dass allein in Deutschland rund 6,8 Millionen und weltweit etwa 600 Millionen Menschen an einer COPD erkrankt sind. Damit muss bereits von einem globalen Problem gesprochen werden, denn inzwischen ist die COPD schon die vierthäufigste Todesursache. Von den zehn häufigsten zum Tod führenden Krankheiten ist COPD die einzige, deren Häufigkeit konstant zunimmt.

Wenn ein chronischer Sauerstoffmangel vorliegt, wird der behandelnde Pneumologe, um weitere irreversible Folgeschäden zu verhindern, eine Langzeit-Sauerstofftherapie verordnen ggf. auch eine Nicht-invasive Beatmung. Die konsequente und korrekte Durchführung dieser Therapien durch den Patienten entscheidet über den optimalen Therapieerfolg. Die Bereitschaft des Patienten, bei diagnostischen und therapeutischen Massnahmen optimal mitzuwirken bezeichnet man als gute Patientencompliance.

Ursache für die Sauerstoffunterversorgung im Körper sind leider zu oft die weltweit stark zunehmenden Erkrankungen der Atemwege, wie z.B. COPD (chronisch obstruktive Bronchitis), Lungenemphysem (als Folge der COPD) und die Lungenfibrose aber auch kadiologische Erkrankungen.

Für COPD Patienten wurde zudem auf der Basis der VersorgungsLeitlinien eine sehr gut verständliche PatientenLeitlinie erstellt.

Es wurde nachgewiesen, dass cirka 90 Prozent der COPD-Patienten Raucher oder ehemalige Raucher sind. Rauchen ist also zweifelsfrei die Hauptursache für die COPD und das Lungenemphysem. Weitere Ursachen können Belastungen am Arbeitsplatz, Feinstaub sowie andere, nicht adäquat behandelte Lungengrunderkrankungen sein.

Anhand regelmäßiger Untersuchungen der Atemfunktion wird bei 15 bis 20 Prozent aller Raucher über Jahre eine Abnahme der Atemleistung in einem Ausmaß festgestellt, das die Entstehung einer chronisch obstruktiven Bronchitis mit sehr großer Wahrscheinlichkeit vorherzusagen ist.

Sehr wichtig für die erfolgreiche Behandlung der auftretenden Symptome sind gleich mehrere Faktoren: Als allererstes muss das Rauchen aufgegeben werden, ansonsten werden alle anderen nachfolgend aufgeführten Maßnahmen ad absurdum geführt. Regelmäßige Untersuchungen durch einen Lungenfacharzt (Pneumologe), die oben bereits erwähnte Patientencompliance sowie die konsequente Verabreichung der verordneten Medikamente sind unabdingbar. Sollte die Verordnung z.B. von Antibiotika oder Cortison medizinisch erforderlich sein, macht es keinerlei Sinn, wenn diese Wirkstoffe nach eigenem Dünken mal verabreicht und mal nicht verabreicht werden. Insbesondere bei Antibiotika werden hierdurch die sogenannten Resistenzen begünstigt. Dem Pneumologen steht eine grosse Anzahl unterschiedlichster Untersuchungsmethoden für eine umfassende Diagnostik zur Verfügung.

Weitere wichtige Therapiesäulen bilden der Lungensport, die Atemphysiotherapie und die Durchführung medizinischer Rehabilitationsmaßnahmen sowie eine ausgewogene Ernährung die auf die individuellen Belange des jeweiligen Patienten abgestimmt ist. Bei einer Gruppe von Patienten dienen auch regelmäßig durchgeführte Inhalationen der Verbesserung der Symptome. Weiter- und Neuentwicklungen von Medikamenten werden in der Zukunft dazu beitragen, die Symptome der Erkrankungen noch besser behandeln zu können.

Bei einer großen Zahl von COPD-Patienten entwickelt sich im Verlaufe der Krankheit auch ein Lungenemphysem, eine irreversible Überblähung der belüfteten Räume der Lunge, die zu einer Zerstörung der kleinsten Lungenbläschen führt und nachhaltige Atemnot hervorruft.

Es gibt in Deutschland cirka 8000 Patienten mit einem Lungenemphysem, bei denen ein angeborener, schwerer Proteinaseninhibitormangel Alpha-1-Antitrypsin-Mangel die Ursache für die Erkrankung ist.

Die aufgezeigte Situation bei den häufigsten Lungenerkrankungen in Deutschland (auch weltweit) bedeutet auch für uns eine Herausforderung alles zu versuchen, zur Aufklärung beizutragen und den Menschen Hilfe anzubieten, die bereits an COPD, Lungenemphysem, Alpha-1-Antitrypsinmangel, Bronchiektasen und/oder an Asthma erkrankt sind, bzw. sich über eine der verschiedenen operativen Behandlungsmöglichkeiten wie die klassische oder bronchoskopische Lungenvolumenreduktion (LVR), die Bullektomie oder die Lungentransplantation (LTX) informieren wollen.

Mit unserer ganzen Kraft und unserem Leistungsvermögen werden wir im Interesse und zum Wohle der vielen Betroffenen daran arbeiten, Informationen weiterzugeben und Hilfestellungen rund um die Erkrankung zu leisten.

Unser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit den Fachleuten der Medizin der breiten öffentlichkeit deutlich zu machen, dass die Lungenkrankheit COPD mittlerweile zu einer Volkskrankheit geworden ist, von der schon jetzt über 10 Prozent der Bevölkerung betroffen sind.

Es müssen auch dringend gemeinsame, intensive Bemühungen betrieben werden, damit der Leistungskatalog für die chronisch kranken Atemwegspatienten auch in der Praxis verbessert wird. Allein Lippenbekenntnisse vermögen den Patienten keine wirkliche Hilfe zu vermitteln.

Angesichts der finanziellen Entwicklung auf dem Gesundheitssektor unseres Landes sind bei der Arbeit für Verbesserungen extreme Hürden zu überwinden, was nur in immer wiederkehrenden Gesprächen und mit der Einigung aller Betroffenen gelingen kann.

Wir möchten Sie auch auf die Homepage unseres Kooperationspartners der Patientenorganisation Lungenemphysem - COPD Deutschland hinweisen, auf der Sie sich in eine kostenlose Mailingliste eintragen können, um sich dort mit mehr als 2800 anderen Betroffenen auszutauschen bzw. umfassend informieren zu lassen.
Die Organisation betreibt zudem 62 regional aktive Selbsthilfegruppen und sendet wöchentlich einen kostenlosen Newsletter aus.

 


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