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Atmen heißt Leben

Ohne zu atmen kann ein Mensch nur ein paar Minuten lang überleben. Mit sehr eingeschränkter bzw. gestörter Atmung kann das Leben zu einer großen Belastung werden. Wenn ein chronischer Sauerstoffmangel vorliegt, wird der behandelnde Pneumologe, um weitere irreversible Schäden zu verhindern eine Langzeit-Sauerstoffttherapie verordnen, die der Patient dann auch konsequent durchführen sollte wenn er davon profitieren möchte..

Ursache für die Sauerstoffunterversorgung im Körper sind leider zu oft die weltweit stark zunehmenden Erkrankungen der Atemwege, wie z.B. COPD (chronisch obstruktive Bronchitis), Lungenemphysem (als Folge der COPD) und Fibrose.

Schätzungen gehen davon aus, dass allein in Deutschland mehr als 6 Millionen und weltweit etwa 210 Millionen Menschen an einer COPD erkrankt sind. Damit muss bereits von einem globalen Problem gesprochen werden, denn inzwischen ist die COPD schon die vierthäufigste Todesursache. Von den zehn häufigsten zum Tod führenden Krankheiten ist COPD die einzige, deren Häufigkeit konstant zunimmt. Für COPD Patienten wurde zudem auf der Basis der Nationalen VersorgungsLeitlinien eine sehr gut verständliche PatientenLeitlinie erstellt.

Es wurde nachgewiesen, dass über 90 Prozent der COPD-Patienten Raucher oder ehemalige Raucher sind. Rauchen ist also die Hauptursache für die COPD und das Emphysem.

Anhand regelmäßiger Untersuchungen der Atemfunktion wird bei 15 bis 20 Prozent aller Raucher über Jahre eine Abnahme der Atemleistung in einem Ausmaß festgestellt, dass die Entstehung einer chronisch obstruktiven Bronchitis mit sehr großer Wahrschein-lichkeit vorherzusagen ist. Die COPD ist eine sich einschleichende und heimtückische Krankheit.

Bei einer großen Zahl von COPD-Patienten entwickelt sich im Verlaufe der Krankheit auch ein Lungenemphysem, eine irreversible Überblähung der belüfteten Räume der Lunge, die zu einer Zerstörung der kleinsten Lungenbläschen führt und nachhaltige Atemnot (Hilfe Atemnot) hervorruft.

Es gibt in Deutschland aber auch etwa 8000 Patienten mit einem Lungenemphysem, bei denen ein angeborener, schwerer Proteinaseninhibitormangel (Alpha 1 Antitrypsin) die Ursache für die Erkrankung ist.

Die aufgezeigte Situation bei den häufigsten Lungenerkrankungen in Deutschland (auch weltweit) bedeutet auch für uns eine Herausforderung alles zu versuchen, zur Aufklärung beizutragen und den Menschen Hilfe anzubieten, die bereits an COPD, Lungenemphysem, Alpha 1 Antitrypsinmangel, Bronchiektasen und/oder an Asthma erkrankt sind, bzw. sich über eine der verschiedenen operativen Behandlungs-möglichkeiten wie die Lungenvolumenreduktion (LVR), die Bullektomie oder die Lungentransplantation (LTX) informieren wollen.

Mit unserer ganzen Kraft und unserem Leistungsvermögen werden wir im Interesse und zum Wohle der vielen Betroffenen daran arbeiten, Informationen weiterzugeben und Hilfestellungen rund um die Erkrankung zu leisten.

Unser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit den Fachleuten der Medizin der breiten Öffentlichkeit deutlich zu machen, dass die Lungenkrankheit COPD mittlerweile zu einer Volkskrankheitgeworden ist, von der schon jetzt über 10 Prozent der Bevölkerung betroffen sind.

Es müssen auch dringend gemeinsame, intensive Bemühungen betrieben werden, damit der Leistungskatalog für die chronisch kranken Atemwegspatienten auch in der Praxis verbessert wird. Allein Lippenbekenntnisse von Politikern und Krankenkassen vermögen den Patienten keine wirkliche Hilfe zu vermitteln.

Angesichts der finanziellen Entwicklung auf dem Gesundheitssektor unseres Landes sind bei der Arbeit für Verbesserungen extreme Hürden zu überwinden, was nur in immer wiederkehrenden Gesprächen und mit der Einigung aller Betroffenen gelingen kann.

Wir möchten Sie auch auf die Homepage unseres Kooperationspartners der Organisation Lungenemphysem-COPD Deutschland hinweisen, auf der Sie sich in eine Mailingliste eintragen können um sich dort mit mehr als 2300 anderen Betroffenen auszutauschen bzw. umfassend informieren zu lassen.
Die Organisation betreibt zudem 50 regional aktive Selbsthilfegruppen und sendet wöchentlich einen kostenlosen Newsletter aus.

 

 


Unsere Seiten wurden zuletzt am 26.01.2012 bearbeitet

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